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  • 02. April 2026 ― Lesezeit: 4 Minuten

    Ameisen im Haus & in der Wohnung bekämpfen

    In der freien Natur entsorgen sie tote Insekten, bekämpfen Schädlinge, belüften den Boden und verbreiten Samen. In unseren eigenen vier Wänden sind uns die kleinen Krabbeltiere allerdings ein Dorn im Auge. Die Rede ist von Ameisen. Denn diese können Nahrungsmittel verunreinigen und deuten meist auf unentdeckte Bauschäden hin. Problematisch wird es auch, wenn sie in elektrische Geräte krabbeln oder jemand allergisch auf die Insekten reagiert. Doch wie wird man Ameisen im Haus oder in der Wohnung wieder los? Wie lassen sie sich vertreiben? Und was hilft wirklich gegen die unliebsamen Gäste? Die GRAWE erklärt, was Sie gegen Ameisen tun können, erläutert die wichtigsten Maßnahmen und gibt Tipps in Hinblick auf Hausmittel.

    Ursachen für Ameisen im Haus bzw. in der Wohnung

    Ameisen kommen meistens im Frühling ins Haus. Zu diesem Zeitpunkt ist die Natur zwar schon am Erwachen, bietet den Tierchen aber noch nicht genügend Nahrung. Genau deswegen begeben sie sich auf Futtersuche – auch im Inneren von Gebäuden. Werden die Krabbeltiere dann beispielsweise in Ihrem Zuhause fündig, kreuzen sie mitunter sogar im Sommer noch regelmäßig auf. Der Grund: Ameisen sind kluge Geschöpfe – sie merken sich, wo sie Nahrung gefunden haben und suchen diesen Ort sodann immer wieder auf oder nisten sich gar dort ein. Ihre Nester bauen sie allerdings meist trotzdem draußen, nur in seltenen Fällen drinnen

    Um sich den Weg ins Haus zu merken und andere Artgenossen zur Nahrung hinzudirigieren, markieren sie den Pfad – ähnlich wie Hänsel und Gretel im bekannten Märchen. Nur, dass Ameisen keine Brotkrümel hierfür verwenden, sondern Duftstoffe, die als Leitplanken der Ameisenstraßen dienen. 

    Ameisen vertreiben: Grund eruieren und wichtigste Handgriffe

    Ameisen spazieren also nicht einfach so ins Haus oder in die Wohnung, sondern es gibt immer einen Grund. Im Fokus steht meist eine begehrte Nahrungsquelle. Zutritt gewähren ihnen undichte Stellen in der Bausubstanz, kaputte Fenster oder offenstehende Türen. Im ersten Schritt ist es daher wichtig, den genauen Grund für den Besuch der Tierchen zu eruieren und der Ameisenstraße bis zum Ziel zu folgen – entweder zu einem Nest oder zu einer Nahrungsquelle. Gehen Sie dann wie folgt vor, um die Ameisen zu bekämpfen:

    1. Weg blockieren: Kommen die Ameisen durch beschädigte Bereiche im Mauerwerk ins Haus bzw. in die Wohnung, sollten Sie diese so schnell wie möglich abdichten. Ritzen und Löcher lassen sich mit Leim, Silikon oder Gips verschließen, kaputte Fenster und Türen müssen meist von Profis repariert werden. Als provisorische Lösung bei Ritzen eignet sich auch nasses Haushaltspapier, bis der Experte kommt. Überprüfen Sie dabei ebenso Holzbalken oder Kabelschächte und werfen Sie einen Blick hinter Einbauschränke – das sind weitere beliebte Orte für Ameisennester. Ziehen Sie im Zweifelsfall lieber einen Profi hinzu, um größere Schäden an der Bausubstanz auszuschließen.
    2. Essensreste beseitigen: Wurden die Insekten von Essensresten angelockt, sind diese unverzüglich zu entfernen. Checken Sie zudem, ob weitere Vorräte davon betroffen sind und achte Sie darauf, dass sämtliche Lebensmittel gut verschlossen sind.
    3. Ameisen entfernen: Kehren Sie die Plagegeister rund um das Nest oder die Ameisenstraße mehrmals hintereinander zusammen und befördern Sie sie auf einer Schaufel ins Freie. Alternativ können Sie sie mit dem Staubsauger einsaugen. Dann ist der Staubsaugerbeugel danach sofort zu entsorgen, damit die Tiere nicht wieder herausklettern.
    4. Duftspur verwischen: Reinigen Sie hinterher alles gründlich mit Essig- oder Zitronenwasser oder einem speziellen Essigreiniger. Nichts davon im Haus? Dann können Sie die Duftspur auch kurzzeitig mit einem Klebeband unterbrechen, bis sie das entsprechende Produkt zur Hand haben. 

    Bewährte Hausmittel gegen Ameisen 

    Der Anfang ist gemacht, jetzt geht es darum, auch die letzten winzigen Störenfriede aus dem eigenen Zuhause zu vertreiben und dafür zu sorgen, dass sie nicht wiederkommen. Hierfür braucht es nicht gleich chemische Insektizide, sondern Sie können auf eine Reihe an Hausmitteln zurückgreifen, die sich gegen Ameisen bewährt haben. Ihr Vorteil: Sie enthalten keine giftigen Wirkstoffe und schonen damit Ihre Gesundheit, aber auch die Natur. 

    Hausmittel gegen Ameisen, die Sie kennen sollten: 

    • Lavendel- oder Teebaumöl: Ameisen mögen den Geruch dieser Öle gar nicht – und suchen rasch das Weite. Geben Sie hierfür etwas Öl in eine Schale und verdünnen Sie es mit Wasser. So haben Sie im Handumdrehen eine selbst gemachte Ameisenfalle.
    • Zitronenschalen, Zimt oder Kaffeepulver: Diese Lebensmittel und Gewürze verscheuchen Ameisen ebenso. Legen Sie sie an markanten Stellen aus oder streuen Sie sie direkt über die Ameisenstraße. Auch Gewürznelken, Chilipulver, Minze, Majoran oder Thymian sind eine gute Wahl.
    • Essigwasser: Damit können Sie eine Ameisenstraße ebenso wegwaschen. Mischen Sie hierfür einen Teil Essigessenz mit 4–5 Teilen Wasser.
    • Kreidepulver & Gartenkalk: Beide Produkte bestehen aus Calciumcarbonat, unterscheiden sich jedoch in puncto Feinheit. Während Kreidepulver ein sehr feines, weiches Sedimentgestein ist, ist Gartenkalk oft gröber. Beides kannst du an wichtigen Zugängen ausstreuen. Ameisen meiden das alkalische Produkt.  
    • Natron & Puderzucker: Wenn nichts anderes mehr hilft, kannst du noch Natron mit Puderzucker mischen und den Mix ebenso ausstreuen. Diese selbstgemachte Ameisenfalle wirkt Wunder, denn angezogen von der Süße, fressen die Ameisen dieses Gemisch und sterben dabei.

    Wende Insektizide hingegen nur im Notfall an. Denn besonders in Innenräumen sind damit gewisse gesundheitliche Risiken für Sie als Mensch verbunden. Zudem verteilen die Tiere das Gift überall – auch in der freien Natur –, wodurch auch andere Insekten zu Schaden kommen.

    Wenn das Ameisennest im Freien ist: Tipps für Umsiedeln

    In den meisten Fällen befindet sich der Bau der unliebsamen Gäste außerhalb des Gebäudes, zum Beispiel an sonnigen Stellen, unter Steinen oder Wegplatten dicht an der Hausmauer. Die Lage ist somit dennoch ungünstig. Gleichzeitig sollten die Tiere in der freien Wildbahn geschützt werden. Die Lösung: Ameisen umsiedeln. So funktioniert’s:

    1. Tonblumentopf mit Holzwolle befüllen
    2. Mit der Öffnung nach unten über den Ameisenbau bzw. die -straße stülpen
    3. Warten, bis die Ameisen eingezogen sind – ein gutes Indiz hierfür ist, wenn sie ihre Puppen ins neue Nest tragen
    4. Den Topf mit einer Schaufel aufnehmen
    5. An einen neuen Standort tragen – dieser befindet sich, wenn möglich, mindestens 30 m vom ursprünglichen entfernt, damit die Tiere nicht zurückkehren 

    Ameisen vorbeugen: Was hilft, damit die Krabbeltiere dem Eigenheim langfristig fernbleiben? 

    Noch besser ist es, wenn Sie Ameisen nicht vertreiben müssen, sondern wenn die Tierchen erst gar nicht bei Ihnen im Haus oder in der Wohnung aufschlagen. Aber was hilft langfristig gegen sie und wie lassen sich Ameisenplagen vorbeugen? Dazu sollten Sie wissen, dass Ameisen vor allem süße und stärkehaltige Lebensmittel lieben. Dazu zählen etwa Sirupe, Früchte, Marmeladen und Süßigkeiten genauso wie Kuchen, Kekse, Getreideprodukte und Tiernahrung. Auch der Nektar von Blüten sowie Honigtau, die Ausscheidungen von Blattläusen, locken sie an. 

    Was ist also zu tun, um Ameisen langfristig zu vertreiben bzw. vorzubeugen

    • Süße und stärkehaltige Lebensmittel im Blick haben: Brauchen Sie Nahrungsmittel, die in diese Kategorien fallen, rasch auf und bewahren Sie sie gut verschlossen auf. Lassen Sie sie nicht offen bzw. angepackt herumliegen. Übrigens: Auch die Kühlschranktüre stellt keine ernsthafte Barriere für die Insekten dar – verschließen Sie daher auch alles, was sich im Kühlschrank befindet, gut. Fegen Sie zudem Krümel regelmäßig weg.
    • Geschirr abwaschen: Säubern Sie schmutzige Teller, Gläser und Co. nach dem Gebrauch schnell wieder und räumen Sie sie weg.
    • Futternäpfe auswaschen: Reinigen Sie stets die Futternäpfe Ihrer Haustiere, sobald diese leer sind.
    • Mistkübel entleeren: Leeren Sie Müllsammelbehälter regelmäßig aus – ganz egal, ob jenen in der Küche oder den im Badezimmer. Vor allem organischen Abfall sollten Sie täglich aus der Wohnung entfernen.
    • Blumentöpfe kontrollieren: Checken Sie regelmäßig Ihre Pflanzen im Haus in Hinblick auf Blattläuse und bekämpfen Sie diese, sollten Sie welche feststellen.
    • Auf aromatische Pflanzen setzen: Platzieren Sie stark riechende Pflanzen an neuralgischen Punkten wie beim Eingang ins Haus. Dazu zählen Lavendel, Thymian, Basilikum oder Tomaten. Das schreckt Ameisen ab.
    • Bausubstanz überprüfen: Achten Sie auf undichte Fenster und Türen, aber auch Risse im Haus und dichten Sie diese problematischen Stellen rasch ab.
    • Einzelne Ameisen entfernen: Warten Sie mit dem Bekämpfen von Ameisen im Haus oder in der Wohnung nicht, bis unzählige Exemplare vorhanden sind, sondern entfernen Sie bereits einzelne Ameisen. Denn dabei könnte es sich um Kundschafter handeln, die von ihren Gefährten vorausgeschickt worden sind.

    Wann die Versicherung bei Ameisenplage hilft

    Ameisen verursachen normalerweise keinen großen Schaden und es braucht in der Regel auch keinen Kammerjäger. Ufert der Schädlingsbefall jedoch aus, kommt es darauf an, ob Sie selbst ein Haus besitzen oder Mieter sind: 

    • Hausbesitzer: Ihr Haus, Ihre Verantwortung. Wer ein Eigenheim besitzt, muss selbst für entsprechende Maßnahmen sorgen, um einen Schädlingsbefall zu verhindern oder Ameisen wieder loszuwerden.
    • Mieter: Auch als Mieter sind Sie dazu verpflichtet, angemessene Schritte zu unternehmen, müssen ergänzend dazu aber auch den Vermieter oder die Hausverwaltung informieren. Andernfalls könnte der Vermieter Sie dazu verpflichten, den finanziellen Schaden zu tragen, insbesondere wenn die Wohnung aufgrund des Ungezieferbefalls längere Zeit unvermietet bleibt. Der Vermieter kümmert sich sodann um die Bekämpfung und trägt in der Regel die Kosten. Ausnahme: Wenn Sie selbst durch Nachlässigkeit oder unsachgemäßes Verhalten eine Ameisenplage versursacht haben. 

    Fälschlicherweise gehen viele Menschen davon aus, dass Schädlingsbekämpfung automatisch Teil ihrer Haushaltsversicherung ist. Jedoch deckt die Haushaltsversicherung im Allgemeinen keine Schäden oder Kosten im Zusammenhang mit Ungeziefer ab. Stattdessen bietet sie Schutz für Schäden, die durch plötzliche und unvorhergesehene Ereignisse verursacht werden, wie zum Beispiel Feuer, Überschwemmungen oder Diebstahl. Ungezieferbefall hängt allerdings oft mit vorhersehbaren Bedingungen zusammen. 

    Anders sieht es bei der Entfernung von Wespen- oder Hornissennestern aus. Diese sind bei der Versicherungslösung GRAWE HELP COMPLETE im Rahmen der Haushaltsversicherung „Topschutz Plus“ inkludiert. Im Fall der Fälle genügt ein Anruf bei der 24-Stunden Hotline. 

    Fazit: Im Garten unverzichtbar, im Haus ungern gesehen  

    Klein, aber oho. Das trifft auf Ameisen auf jeden Fall zu. Denn sie sind für unsere Welt und insbesondere unsere Ökosysteme aus mehreren Gründen unverzichtbar. So gelten sie als „Gesundheitspolizei“ des Waldes und wichtige Gestalter der Umwelt, die den Boden verbessern, Schädlinge bekämpfen oder die Artenvielfalt fördern. In Häusern und Wohnungen haben sie allerdings nichts verloren, verirren sich aber trotzdem immer wieder einmal dorthin, auf der Suche nach Futter. Zum Glück gibt es eine ganze Palette an Maßnahmen, die dabei helfen können, die ungebetenen Gäste rasch wieder loszuwerden – ganz ohne Chemie

     

    Häufig gestellte Fragen zu Ameisen in Haus und Wohnung:

    Was bedeutet es, wenn Ameisen ins Haus kommen?

    Sieht man Ameisen in Häusern oder Wohnungen krabbeln, sind sie meist auf der Suche nach Nahrung. Zugang verschaffen sich die Tierchen in der Regel durch undichte Fenster und Türen oder Risse und Löcher im Mauerwerk. Hat eine Ameise sodann eine lukrative Nahrungsquelle entdeckt, markiert sie den Weg für ihre Artgenossen mithilfe von Duftstoffen. So entsteht eine Ameisenstraße. 

    In welchem Monat kommen Ameisen ins Haus?

    In der Regel gelangen einheimische Ameisenarten vor allem im Frühling oder Sommer in Wohnungen oder Häuser. Der Grund: In diesen Monaten ist die Natur zwar bereits am Erwachen, bietet den Tierchen aber noch nicht ausreichend Nahrung. Daher machen sich die Insekten auf die Suche nach alternativen Futterquellen. 

    Wie gelangen Ameisen ins Haus?

    Normalerweise gelangen Ameisen durch undichte Stellen im Mauerwerk oder in Türen und Fenstern ins Haus bzw. in die Wohnung. Dabei markieren die Tierchen den Weg zur Futterquelle mithilfe von Duftstoffen, damit ihre Artgenossen nachkommen können. 

    Wie lange bleiben Ameisen im Haus?

    Haben Sie eine Ameisenstraße in Ihrem Zuhause bemerkt und die wichtigsten Maßnahmen getroffen, um die Tiere zu bekämpfen, ist deren Besuch meist nach kurzer Zeit vorbei. Denn auch wenn dabei eventuell noch einzelne Ameisen zurückbleiben, überleben diese ohne ihr Volk nicht lang. Vorsicht ist hingegen geboten, wenn die Insekten immer wieder in den eigenen vier Wänden auftauchen, aber keine nachverfolgbare Ameisenstraßen zu sehen sind. In diesem Fall befindet sich das Nest möglicherweise in der Bausubstanz oder im Garten, nahe am Gebäude. 

    Warum kein Backpulver bei Ameisen im Haus?

    Oft wird Backpulver als bewährtes Hausmittel gegen Ameisen genannt. Fakt ist jedoch, dass dieses Mittel nicht effektiv gegen die Insekten hilft, da es sie nicht zuverlässig tötet oder vertreibt

    Wo haben Ameisen ihre Nester?

    In der Natur bauen Ameisen ihr Nest vor allem in Felsritzen und Hohlräumen, sowie unter Steinen und in morschem ⁠Totholz⁠. Im Haus bzw. in der Wohnung nisten sie hingegen in warmen, feuchten Bereichen, die gut versteckt sind und zugleich nahe an der Futterquelle liegen. Dazu zählen Ritzen und Spalten in Wänden und Fußböden sowie Küchenschränke. Auch hinter Möbeln treiben sie ihr Unwesen. 

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