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Der Begriff Insomnie stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt so viel wie Schlaflosigkeit. Gemeint sind Probleme beim Ein- oder Durchschlafen oder eine schlechte Schlafqualität, bei der der Schlaf keine Erholung bringt. Doch nicht jede unruhige Nacht ist gleich eine Insomnie. Diese Schlafstörung liegt dann vor, wenn die Beschwerden
Bestehen die Probleme mehrmals wöchentlich über mindestens drei Monate, sprechen Fachleute von einer chronischen Insomnie.
Schlaf ist eine lebensnotwendige Funktion, von der vor allem das Gehirn profitiert. Kurzfristig bestimmt er mit, wie aufmerksam, entscheidungsfreudig und leistungsfähig wir tagsüber sind. Langfristig braucht es ausreichend guten Schlaf für ein funktionierendes Immunsystem, einen gesunden Stoffwechsel, einen stabilen Blutdruck und ein gesundes Herz-Kreislauf-System.
Wie sich eine Insomnie äußert, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Häufig zeigen sich eines oder mehrere dieser Anzeichen:
Hinter Schlafproblemen steckt selten nur ein einziger Grund. Oft wirken mehrere Faktoren zusammen. Häufige Auslöser sind beispielsweise:
Wie Sie Schlafstörungen wieder loswerden, hängt vor allem von der Ursache ab. Die gute Nachricht: Bei rechtzeitiger Diagnose lassen sich die meisten Schlafstörungen zufriedenstellend behandeln. Ansetzen können Sie an mehreren Stellen. Zum einen bei den Gewohnheiten rund um Tag und Abend und zum anderen beim Umgang mit den wachen Stunden in der Nacht. Wenn die Beschwerden trotzdem anhalten, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung und Behandlung.
Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Schlafhygiene. Gemeint sind damit Verhaltensweisen, die einen erholsamen Schlaf unterstützen und auch Teil der Behandlung von Schlafstörungen sind. Dazu zählen:
Gelegentlich schlecht zu schlafen, ist bis zu einem gewissen Grad unbedenklich. Schlafen Sie jedoch über längere Zeit schlecht, sind tagsüber müde oder in Ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, ist ein Arztbesuch empfehlenswert – spätestens bei wochenlangen Schlafproblemen. Erste Anlaufstelle ist meist der Hausarzt, der bei Bedarf Fachärzte oder ein Schlaflabor einbezieht.
Besonders ernst nehmen sollten Sie auch Schläfrigkeit am Tag. Denn wer Mühe hat, wach zu bleiben, oder unfreiwillig einnickt, hat ein erhöhtes Unfallrisiko, im Straßenverkehr ebenso wie bei der Arbeit oder im Haushalt. Abklären lassen sollten Sie zudem lautes, abgehacktes Schnarchen mit Atempausen, das Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner auffällt, sowie einen unangenehmen Bewegungsdrang in den Beinen am Abend. Dahinter kann eine andere Schlafstörung wie eine Schlafapnoe oder ein Restless-Legs-Syndrom stecken.
Die Therapie orientiert sich an der individuellen Situation und an den Ursachen. Liegt eine Grunderkrankung vor, sollte diese ebenfalls behandelt werden. Eine kognitive Verhaltenstherapie verbindet Wissen über den Schlaf mit gezielten Verhaltensübungen und wird als Einzel-, Gruppen- oder Onlinetherapie angeboten. Schlafmittel sollten nur nach ärztlicher Rücksprache und in der Regel nur kurzfristig eingenommen werden, denn sie lindern die Beschwerden, beseitigen aber nicht deren Ursache.
Wer über Wochen schlecht schläft, möchte die Ursache möglichst bald abklären lassen – doch bei Kassenordinationen sind die Wartezeiten oft lang. Eine private Krankenversicherung wie GRAWE MyMED kann hier eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Versorgung sein. Je nach Deckungsumfang bietet sie zusätzliche Leistungen wie freie Arztwahl und verkürzte Wartezeiten, auch spezielle Untersuchungen lassen sich mitversichern. Welche Leistungen im Einzelfall gelten, richtet sich nach den gewählten Bausteinen und den vereinbarten Versicherungsbedingungen.
Ist das Fitness- und Vorsorge-Programm GRAWE MyMEDpro Teil Ihrer Krankenversicherung, können Sie alle zwei Jahre eine frei wählbare Leistung in Anspruch nehmen. Im Bereich MyMEDpro:mind gibt es unter anderem Angebote zum Thema Schlafstörungen. Dabei werden Sie von Mentaltrainern, Coaches sowie psychosozialen Beratern betreut. Diese Angebote können dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen und neue Schlafroutinen aufzubauen. Passende Kooperationspartner zu den Themen Gesunder Schlaf und Schlaf finden Sie im GRAWE Kundenportal. Eine ärztliche Abklärung ersetzt das Angebot jedoch nicht.
Schlafstörungen sind weit verbreitet, aber kein Schicksal, das Sie hinnehmen müssen. Oft beginnt der Weg zu besserem Schlaf mit kleinen Schritten: einem festen Rhythmus, einem entspannten Abend und etwas mehr Gelassenheit, wenn Sie nachts doch einmal wach liegen. Halten die Beschwerden über längere Zeit an oder belasten sie Ihren Alltag, ist Ihr Arzt der richtige Ansprechpartner. Je früher die Ursache geklärt ist, desto gezielter kann die Behandlung ansetzen, und desto eher wird die schlaflose Nacht um drei Uhr wieder zur Ausnahme.
Schlafstörung ist ein Sammelbegriff: Die Schlafmedizin unterscheidet über 90 verschiedene Formen. Neben der Insomnie zählen dazu etwa das Restless-Legs-Syndrom, die obstruktive Schlafapnoe, Narkolepsie, Schlafwandeln oder Albträume. Die Insomnie gilt als eine der häufigsten dieser Störungen weltweit.
Internationale Schlafgesellschaften empfehlen Erwachsenen sieben bis neun Stunden Schlaf pro Tag, Frauen brauchen häufig etwas mehr. Die Bandbreite des Normalen ist jedoch groß. Wer sich starr an einer bestimmten Stundenzahl orientiert, setzt sich unter Umständen zusätzlich unter Druck. Aussagekräftiger ist, ob Sie sich tagsüber wach und leistungsfähig fühlen. Kinder und Jugendliche haben übrigens einen deutlich höheren Schlafbedarf als Erwachsene.
Baldrian, Hopfen, Melisse oder Passionsblume sind beliebte Hausmittel. Ihr Nutzen ist wissenschaftlich allerdings nicht ausreichend belegt. Bei rezeptfreien Mitteln empfiehlt es sich daher, die Einnahme vorab ärztlich oder in der Apotheke abzuklären.
Bleibt eine Insomnie unbehandelt, leidet die Lebensqualität oft deutlich. Zudem gilt sie als Risikofaktor für Depressionen, Angststörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gleichzeitig gilt: Nicht jede schlechte Nacht ist ein Grund zur Sorge. Bei gelegentlicher Schlaflosigkeit reicht die Schlafqualität trotzdem in vielen Fällen aus, um tagsüber leistungsfähig zu bleiben.
In der Regel übernehmen die Sozialversicherungsträger die Kosten für die ärztliche Abklärung und Behandlung einer Insomnie. Bei Psychotherapie kommt es darauf an, wo sie stattfindet: Auf einem Kassenplatz ist sie kostenlos, in einer Wahlpraxis ohne Kassenvertrag gibt es einen Kostenzuschuss. Voraussetzung ist in beiden Fällen eine ärztliche Bestätigung. Genaue Auskunft gibt Ihr zuständiger Krankenversicherungsträger.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Jobwechsel, Familiengründung, Umzug. Umbrüche gehören zu unserem Leben dazu. Besonders für Frauen gibt es noch eine weitere bedeutende Veränderungsphase: die Wechseljahre. Diese Zeit macht sich bei den meisten auf die eine oder andere Weise bemerkbar. Kein Wunder, denn sie stellt den Hormonhaushalt auf den Kopf und zählt neben der ersten Menstruation oder der Geburt eines Kindes zu den großen Einschnitten im Leben einer Frau. Während manche Frauen von den damit verbundenen Beschwerden glücklicherweise weitgehend verschont bleiben und sanft durch diesen Lebensabschnitt gleiten, leiden andere hingegen deutlich darunter. Aber welche Symptome sind konkret mit der Menopause verbunden? Wann starten die Wechseljahre? Wie lange dauern sie? Und welche Phasen durchschreiten Frauen dabei? Die GRAWE hat das Wichtigste zusammengefasst.