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24. September 2026 ― Lesezeit: 4 Minuten

Menopause: Symptome, Beschwerden & Phasen der Wechseljahre

Jobwechsel, Familiengründung, Umzug. Umbrüche gehören zu unserem Leben dazu. Besonders für Frauen gibt es noch eine weitere bedeutende Veränderungsphase: die Wechseljahre. Diese Zeit macht sich bei den meisten auf die eine oder andere Weise bemerkbar. Kein Wunder, denn sie stellt den Hormonhaushalt auf den Kopf und zählt neben der ersten Menstruation oder der Geburt eines Kindes zu den großen Einschnitten im Leben einer Frau. Während manche Frauen von den damit verbundenen Beschwerden glücklicherweise weitgehend verschont bleiben und sanft durch diesen Lebensabschnitt gleiten, leiden andere hingegen deutlich darunter. Aber welche Symptome sind konkret mit der Menopause verbunden? Wann starten die Wechseljahre? Wie lange dauern sie? Und welche Phasen durchschreiten Frauen dabei? Die GRAWE hat das Wichtigste zusammengefasst.
Frau im Bett

Was sind die Wechseljahre? 

Als Wechseljahre, auch Menopause oder Klimakterium genannt, wird jener Zeitabschnitt im Leben einer Frau bezeichnet, der das Ende der fruchtbaren Lebensphase einläutet. Dieses Stadium ist geprägt von hormonellen Schwankungen und Zyklusveränderungen, wobei speziell die Hormone Progesteron und Östrogen schließlich stark abfallen und es zum Ausbleiben der Regelblutung kommt. Denn genau diese Botenstoffe sind es, die den Körper andernfalls auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten, aber auch auf die Haut und die Schleimhäute wirken.

Während dieser „Umbauarbeiten“, die der weibliche Körper leistet, bleibt rund ein Drittel der Frauen von typischen Wechselbeschwerden verschont. Ein Drittel ist wiederum von leichten Symptomen betroffen, während ein weiteres Drittel stark unter dem Umbruch leidet und eine medizinische Behandlung braucht.

Wann starten die Wechseljahre? 

Jede Frau ist anders. Daher gibt es auch keinen konkreten Stichtag, der den Start der Menopause markiert. Als grober Richtwert gilt: Laut Statistiken beginnt der weibliche Körper in vielen Fällen meist bereits ab dem 40. Lebensjahr mit ersten Vorbereitungen für diese Phase. Mit Verschiebungen des Zyklus sowie einem ersten Ausbleiben der Menstruation müssen viele dann im Schnitt mit 47,5 Jahren rechnen. Im Alter von etwa 52 Jahren hat die Hälfte der Frauen schließlich ihre letzte Regelblutung. 

Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Alter, in dem die Wechseljahre einer Frau beginnen, erblich bedingt ist. Demnach tritt die Menopause bei Müttern und Töchtern häufig ungefähr im gleichen Alter ein. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass das Klimakterium bei Frauen mit vielen Kindern, aber auch bei starken Raucherinnen früher einsetzt. Weitere mögliche Einflussfaktoren sind Über- und Untergewicht sowie die Zykluslänge.

Die vier Phasen der Wechseljahre 

In der Menopause geht es also nicht Schlag auf Schlag, sondern der weibliche Körper nimmt sich in der Regel mehrere Jahre Zeit, um sich neu zu sortieren. Er durchläuft dabei vier Phasen:

Prämenopause

  • Alter: Etwa ab dem 40. Lebensjahr
  • Was passiert: Die Eierstöcke arbeiten langsamer, es reift nicht mehr jeden Monat eine Eizelle heran und der Eisprung bleibt aus. Erste Hormonschwankungen kommen auf, wobei der Körper immer weniger Progesteron bildet. Der Östrogen-Spiegel ist allerdings vorerst noch konstant. 

Perimenopause

  • Alter: Meist ab Mitte/Ende 40
  • Was passiert: Jetzt beginnt auch die Östrogenproduktion abzunehmen, die Abstände der Regelblutungen verschieben sich und der Körper versucht dies auszugleichen, indem er verstärkt andere Botenstoffe ausschüttet. Dieses Hormonchaos führt in der Perimenopause zu den oft typischen Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen.

Menopause

  • Alter: Etwa mit 51–52 Jahren
  • Was passiert: Hierbei handelt es sich nicht um einen Zeitraum, sondern um einen exakten Zeitpunkt: die allerletzte, endgültige Regelblutung im Leben einer Frau. Man spricht im Rückblick allerdings erst dann von der Menopause, wenn die Frau 12 Monate lang keine Blutung mehr hatte.  

Postmenopause

  • Alter: 1 Jahr nach der letzten Menstruation  
  • Was passiert: Die Hormonpegel sinken auf ein dauerhaft niedriges Niveau und richten sich neu aus. Der Körper darf aufatmen, die meisten Beschwerden lassen langsam nach. 

Welche Beschwerden können während der Wechseljahre auftreten?

Die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre können sich durch unterschiedliche körperliche und seelische Beschwerden bemerkbar machen. Zu den häufigsten zählen:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung und Konzentrationsprobleme
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen und Panikattacken
  • Brustschmerzen
  • gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme
  • trockene Haut und Schleimhäute sowie Veränderungen des Bindegewebes
  • Scheidentrockenheit, verstärkter Harndrang und wiederkehrende Blasenentzündungen
  • verringerte Libido
  • Herzklopfen, Schwindel und Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen und Wassereinlagerungen
  • dünner werdendes Haar

Zudem steigt in den Wechseljahren das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beides steht unter anderem mit dem sinkenden Östrogenspiegel in Zusammenhang, da das Hormon eine wichtige Rolle für den Knochenstoffwechsel und das Gefäßsystem spielt.

Was hilft am besten gegen Wechseljahresbeschwerden? 

Die gute Nachricht: Um leichte Wechseljahresbeschwerden zu lindern, können Sie auf viele Maßnahmen zurückgreifen und verschiedene Ansätze aus unterschiedlichen Bereichen verfolgen. Die drei wichtigsten Säulen sind dabei:

  • Ernährung: Unterstützen Sie Ihren Körper in der Menopause, indem Sie ihm genügend Protein für den Muskelerhalt zur Verfügung stellen. Greifen Sie daher verstärkt zu magerem Fleisch, hochwertigen Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Fisch. Peppen Sie Ihren Speiseplan ergänzend dazu mit Vollkorngetreide und kalziumreichem Gemüse, wie etwa Grünkohl, Fenchel, Spinat und Brokkoli, auf. Gesunde Öle, wie Lein-, Oliven- oder Walnussöl, dürfen ebenso nicht fehlen. Da mit zunehmendem Alter das Durstgefühl schwindet, müssen Sie auch auf eine adäquate Trinkroutine achten – Wasser und ungesüßte Tees haben dabei Vorrang. Verzichten Sie hingegen auf Alkohol und Nikotin und schränken Sie auch Ihren Kaffee- und Zuckerkonsum ein. Scharfe Gewürze und scharfe Lebensmittel sind ebenso mit Bedacht zu wählen, denn sie können Hitzewallungen verstärken. 
  • Bewegung: Setzen Sie auf einen aktiven Lebensstil mit möglichst viel Bewegung an der frischen Luft. Ideal hierfür sind Sportarten wie Wandern oder Radfahren. Aber auch ein täglicher Spaziergang kurbelt bereits das Herz-Kreislauf-System an und sorgt für gute Laune. Zwischendurch freut sich Ihr Körper über Wechselduschen oder einen Saunagang. 
  • Entspannung: Achten Sie daneben auch auf genügend Entspannung, damit der Körper seine Energiereserven wieder auffüllen kann. Versuchen Sie außerdem, mehr Gelassenheit in Ihren Alltag zu bringen und sich bewusst kleine Auszeiten zu gönnen. Denn mit Leichtigkeit und Humor lässt sich vieles besser bewerkstelligen. Viele schwören ergänzend dazu auf Yoga, Meditation, Atemtechniken und andere spezielle Achtsamkeitspraktiken für positive Gedanken und ein bewusstes Innehalten. 
  • Pflanzliche Hausmittel: Zu beliebten pflanzlichen Helfern zählen die Traubensilberkerze und Granatapfelextrakt. Sie können Hitzewallungen mildern und Veränderungen an Haut und den Schleimhäuten ausgleichen. Beliebt sind zudem Frauenmantel- und Salbeitees, um Schweißausbrüchen entgegenzuwirken, sowie Baldrian- und Hopfentees zur Beruhigung und um bei Schlafstörungen zu helfen. Als natürliches Antidepressivum gilt Johanniskraut, Mönchspfeffer kann wiederum Schmier- und Zwischenblutungen verringern. Doch auch pflanzliche Mittel können Wechselwirkungen aufweisen, weshalb die Einnahme ärztlich abgeklärt werden sollte.

Bei besonders starken Wechselbeschwerden kann darüber hinaus eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein. Entsprechende Präparate enthalten die Sexualhormone Progesteron und Östrogen, wobei unterschiedliche Darreichungsformen möglich sind. Die Palette reicht von Tabletten, Gels, Cremes und Sprays bis hin zu Pflastern. Eine solche Behandlung ist immer mit medizinischem Personal abzuklären.

Wer trägt die Kosten einer solchen Behandlung und wie finde ich medizinische Experten für diesen Bereich?

Vieles rund um die Wechseljahre ist über die ÖGK gut abgedeckt. Jedoch werden verschreibungspflichtige Hormonpräparate etwa nur bei entsprechender Diagnose übernommen, Wahlarzthonorare zu höchstens 80 Prozent des Kassentarifs erstattet, pflanzliche Präparate meist gar nicht, und auf Kassentermine wartet man oft länger. Genau hier ergänzt eine private Krankenversicherung wie die GRAWE MyMED den bestehenden Schutz – beispielsweise mit raschen Terminen bei Wahlärzten Ihres Vertrauens und, je nach Tarif, mit Vorsorge- und Fitnessprogrammen sowie alternativen Behandlungsmethoden.

Um Ihnen die Suche nach geeigneten medizinischen Experten zu erleichtern, haben wir in unserem Kundenportal all unsere Kooperationspartner für Sie aufgelistet. So finden Sie rasch Spezialisten zum Thema Menopause oder Frauengesundheit in Ihrer Nähe. 

Fazit: Ein Umbruch mit Herausforderungen, aber auch Chancen

Hitzewallungen, Schlafstörungen, trockene Haut – wer will das schon? Viele Frauen, die genau darunter in den Wechseljahren leiden, verbinden die Menopause somit ausschließlich mit negativen Emotionen. Doch auch, wenn diese Phase für viele ein beschwerlicher Weg ist, so ist sie auch mit Chancen verknüpft: Jetzt richtet sich das Leben noch einmal völlig neu aus, bisherige Werte und Vorstellungen dürfen hinterfragt und evaluiert werden, nicht mehr Passendes darf gehen, Erfüllendes darf bleibenoder gar neu entdeckt werden. Wer dennoch körperliche oder seelische Unterstützung braucht, kann in Österreich auf ein dichtes Netz an Experten zurückgreifen, die Sie in dieser Phase kompetent begleiten.

 

 

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