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Die Lichttherapie nutzt verschiedene Lichtformen, die eine unterschiedliche Wirkung auf den Körper haben können. Bei der klassischen Lichttherapie kommt etwa helles, fluoreszierendes Licht zum Einsatz, welches Sonnenlicht ähnelt. Bewährt hat sich diese Art der Lichttherapie mit Tageslichtlampen bei Depressionen, wo sie ergänzend zu einer medikamentösen und/oder psychotherapeutischen Behandlung zum Zug kommt. Infrarot-Licht wird wiederum speziell bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis eingesetzt, da es Schmerzen eindämmen und die Durchblutung fördern kann. Blaue Lichttherapie-Lampen sind für Babys mit Gelbsucht in den ersten Lebenstagen eine effektive Hilfe.
Ob eine Lichttherapie sinnvoll ist, sollten Sie immer zunächst mit dem Arzt Ihres Vertrauens besprechen. Grundsätzlich kann diese Therapieform bei sehr unterschiedlichen körperlichen wie psychischen Beschwerden helfen, wobei je nach Erkrankung entweder auf die klassische Lichttherapie, eine UV-Behandlung oder eine Farblichttherapie zurückgegriffen wird.
Herzstück der klassischen Lichttherapie ist eine spezielle Lampe, die auch Tageslichtlampe oder Lichtdusche genannt wird. Diese punktet mit einer Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux und kann unsere innere Uhr, die vor allem vom Tageslicht gesteuert wird, beeinflussen. Davon profitieren etwa Menschen, die in der kalten Jahreszeit aufgrund einer saisonalen Depression mit Antriebslosigkeit oder Müdigkeit kämpfen. Der Grund: Werden die Tage im Herbst kürzer, kurbelt der Körper die Melatonin-Produktion an, was uns träge macht. Da er dafür Serotonin, das Glückshormon, braucht, sinkt gleichzeitig der Serotonin-Spiegel. Darunter leidet wiederum unsere Stimmung. Auch bei Personen, die Schichtarbeit verrichten, kann dieses Hormon-Gleichgewicht ins Wanken geraten. In beiden Fällen ist die klassische Lichttherapie mit Tageslichtlampen dank der einfachen Anwendung ein wirkungsvolles Mittel, mit dem bereits viele Menschen gute Erfahrungen gemacht haben. Sie kann daher bei folgenden Beschwerden helfen:
Wie das genau funktioniert? Die Lichttherapie- oder Tageslichtlampe sendet ihr fluoreszierendes, diffuses Licht aus, welches von der Netzhaut der Augen aufgenommen wird. Von dort aus gelangt es bis zu jenem Teil des Gehirns, der einer der wichtigsten Taktgeber für den Schlaf-Wach-Rhythmus ist und damit den Serotonin- und Melatonin-Spiegel kontrolliert. Damit die Augen dennoch geschützt bleiben, verfügen die medizinischen Geräte über einen UV-Filter. Solche Lampen stehen nicht nur in Arztpraxen, sondern Sie können diese auch privat erwerben. Somit eignet sich diese Form der Lichttherapie mit Tageslichtlampen ebenso für zu Hause.
Positioniert wird die Lichtdusche je nach Gerät einen halben bis einen Meter vor den Augen, wobei sich insbesondere die Morgenstunden zwischen 5 und 8 Uhr für die Lichttherapie bewährt haben. So wird nicht nur eine antidepressive, sondern auch stimulierende Wirkung erzielt. Ergänzend dazu kann der Körper abends bestrahlt werden.
Je nach Beleuchtungsstärke beträgt die Anwendungsdauer der Lichttherapie mit Tageslichtlampe 30 Minuten bis zwei Stunden, wobei Sie pro Minute mindestens für ein paar Sekunden direkt in die Lichtdusche blicken sollten. Eine positive Wirkung stellt sich in der Regel bereits nach wenigen Tagen ein. Wenn nicht, können Beleuchtungsstärke und Anwendungsdauer erhöht werden. Es ist dabei sogar möglich, die Lichttherapie über einen längeren Zeitraum anzuwenden. Manche Menschen starten beispielsweise bereits im frühen Herbst damit, um eine saisonale Depression zu umgehen.
Bei der UV-Lichttherapie wird speziell auf UV-A- und UV-B-Strahlen gesetzt, auch als ultraviolette Strahlung bekannt. Diese werden entweder von Teilbestrahlungsgeräten ausgesandt oder es wird auf Kabinen mit Leuchtstoffröhren zurückgegriffen. Zur Behandlung von Neurodermitis setzt man heute beispielsweise meist auf die Schmalband-UVB-Phototherapie. Dabei wird die Haut nur mit UV-B-Licht bestrahlt, wodurch das Risiko für Nebenwirkungen sinkt.
Eine besonders effektive Unterform dieser Lichttherapie-Art ist die sogenannte „PUVA“. Diese Abkürzung steht für „Photochemotherapie mit Psoralen und UV-A-Phototherapie“. Dabei nimmt der Patient zunächst ein Medikament mit dem Wirkstoff Psoralen ein oder bekommt ihn als Creme oder Gel. Diese Substanz steckt in ätherischen Ölen einiger Pflanzen und macht die Haut empfänglicher für die nachfolgende UV-A-Lichttherapie.
PUVA und andere UV-Lichttherapien können vor allem bei dermatologischen Beschwerden wie den folgenden hilfreich sein:
Bestrahlt wird die Haut bei dieser Art der Lichttherapie in der Regel 2–6-mal pro Woche in einer Praxis oder dem Krankenhaus, wobei die Anwendungsdauer 4–12 Wochen beträgt. Dabei wird die Dosis langsam gesteigert, um den Körper an die Strahlung zu gewöhnen und die Entzündungsreaktionen der Haut zu hemmen sowie die Zellteilung zu verbessern. Die Sitzungen dauern anfangs oft nicht einmal eine Minute, später bis hin zu mehreren Minuten. Empfohlen wird ein Augenschutz, teilweise müssen nicht zu behandelnde Hautbereiche abgedeckt werden.
Vorsicht geboten ist bei Menschen mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit, einem signifikanten Hautkrebsrisiko, Augenerkrankungen, schweren, strahlungsbedingten Hautschäden oder wenn diese auf bestimmte Medikamente angewiesen sind. Besprechen Sie die Lichttherapie unbedingt vorab mit einem Arzt.
Die Farblichttherapie kommt vor allem bei Neugeborenen mit Gelbsucht zum Einsatz. Auslöser dieser Krankheit ist Bilirubin, ein Abbauprodukt roter Blutkörperchen. Steigt dessen Konzentration im Körper des Kindes an, werden Haut und Augen gelb. Bleibt dies unbehandelt, kann es zu Hirnschäden kommen. Das kurzwellige blaue Licht der Farblichttherapie sorgt dafür, dass Bilirubin rascher ausgeschieden werden kann.
Teils wird auch in anderen Bereichen auf die Farblichttherapie zurückgegriffen, da Farben einen Einfluss auf unser Gemüt und unsere körperliche Verfassung haben können. So werden etwa Saunen, Ruheräumen und andere Wellness-Anwendungengezielt mit Farben bespielt, die entspannend oder stimulierend wirken können.
Bei einer Lichttherapie kommt es auf die richtige Wellenlänge, Dosierung und Anwendungsdauer an, um Erfolge feiern zu können. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die die Haut lichtempfindlicher machen. Dazu zählen beispielsweise der Hauttyp, Vorbehandlungen, Vorerkrankungen wie Hautkrebs oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten. Deshalb ist es wichtig sich von einem Arzt behandeln zu lassen, der sich darauf spezialisiert hat.
Zu ernsthaften Nebenwirkungen auf die Haut oder andere Körperpartien kommt es bei einer richtig dosierten Lichttherapie in der Regel nicht. Manchmal machen sich kurzzeitige Beschwerden bemerkbar wie:
Um Nebenwirkungen auf die Haut vorzubeugen, sollten Sie am Tag der Lichttherapie-Behandlung Sonnenlicht meiden oder sich davor durch entsprechende Kleidung und Sonnencremes zu schützen.
Bei Babys, die mit Blaulichttherapie behandelt wurden, treten häufig Nebenwirkungen wie Hautausschlag, vermehrter Flüssigkeitsverlust und Durchfall auf.
Wer sich einer UV-Lichttherapie unterzieht, sollte sich darüber klar sein, dass diese wie natürliches Sonnenlicht wirkt. Wer es übertreibt, erhöht damit das Risiko an Krebs zu erkranken und beschleunigt mitunter die Hautalterung.
Viele Ärzte und medizinische Einrichtungen bieten inzwischen Behandlungen mit Licht an. Ebenso können Sie sich dank der simplen Anwendung zu Hause eine Lichttherapie-Ecke einrichten, um so jederzeit von der positiven Wirkung der klassischen Lichttherapie zu profitieren. Doch Achtung: Die Lichttherapie mit einer Tageslichtlampe zu Hause eignet sich nicht für dermatologische Probleme wie Neurodermitis, sondern ausschließlich, um den Schlaf-Wach-Rhythmus und damit verbundene Beschwerden zu lindern.
Unsere fünf Tipps für die Lichttherapie zu Hause:
In Österreich werden die Kosten für eine Lichttherapie nur dann von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie medizinisch notwendig ist. Sie möchten eine professionelle Lichttherapie in Anspruch nehmen? Dann brauchen Sie zunächst eine Zuweisung durch einen Facharzt oder ein Krankenhaus. Bei der Anschaffung von speziellen Lichttherapie-Lampen für zu Hause leisten manche Krankenkassen ebenso finanzielle Unterstützung, dies ist jedoch keine Regelleistung.
Darüber hinaus kann eine private Krankenversicherung wie die GRAWE MyMED hierbei unterstützen. Sie inkludiert eine Reihe an alternativen Behandlungsmethoden und Sie profitieren von freier Arztwahl und verkürzten Wartezeiten.
Licht ist Leben. Das wissen wir Menschen bereits seit der Antike. Schon damals wurde Licht bewusst zur Heilung eingesetzt. Inzwischen hat sich die Medizin weiterentwickelt, sodass fortschrittliche Verfahren zur Verfügung stehen. Vieles davon muss von Spezialisten durchgeführt werden, aber auch zu Hause kann man von der positiven Wirkung der Lichttherapie profitieren. Tageslichtlampen machen es möglich und die Anwendung ist denkbar einfach. Trotzdem gilt: Starten Sie eine Lichttherapie nie, ohne davor mit einem Arzt darüber gesprochen zu haben.
Lichttherapie kann den Heilungsprozess fördern und daher bei dermatologischen Beschwerden wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Weißfleckenkrankheit, T-Zell-Lymphomen der Haut, Hand- und Fußekzemen, Juckreiz oder der Graft-Versus-Host-Krankheit unterstützend eingesetzt werden. Gute Erfahrungen mit der Lichttherapie wurden zudem bei Depressionen, Antriebslosigkeit, Migräne, Schlafproblemen, Essstörungen oder Burn-Out gemacht. Speziell die Farblichttherapie mit blauem Licht kann Neugeborenen bei Gelbsucht helfen.
Lichttherapie wirkt entzündungshemmend und kurbelt die Selbstheilungskräfte an. Damit können Beschwerden gelindert und entzündliche Krankheiten nachhaltig verbessert werden. Außerdem wirkt Licht auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, was sich insbesondere bei saisonalen Depressionen, Antriebslosigkeit oder Schlafproblemen bezahlt machen kann.
Starten Sie eine Lichttherapie nie, ohne davor ärztlichen Rat einzuholen. Am Tag der Behandlung sollten Sie zudem Sonnenlicht meiden oder sich davor durch entsprechende Kleidung und Sonnencremes schützen.
Obwohl die Lichttherapie viele Vorteile hat, gibt es auch Personengruppen, die davon Abstand nehmen sollten. Dazu zählen vor allem Menschen mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit, einem signifikanten Hautkrebsrisiko, Augenerkrankungen, schweren, strahlungsbedingten Hautschäden oder wenn diese auf bestimmte Medikamente angewiesen sind. Besprechen Sie die Lichttherapie in jedem Fall unbedingt vorab mit einem Arzt.
Einfach einmal im eiskalten Gewässer abtauchen. Oder für ein paar Minuten in die Kältekammer – brr! Immer mehr Menschen setzen sich bewusst und gezielt niedrigen Temperaturen aus. Was zunächst knallhart und unbequem klingt, hat bei genauerer Betrachtung viele Vorteile. Denn Kältetherapie, auch Kryotherapie genannt, kann nicht nur die Regeneration nach dem Sport ankurbeln sowie Muskelkater entgegenwirken, sondern bei vielfältigen Beschwerden und Erkrankungen unterstützend helfen. Doch wie funktioniert das genau, welche Kryo-Behandlungsformen gibt es, worauf gilt es dabei zu achten und welche Nebenwirkungen sollte man am Schirm haben? Die GRAWE MyMED beleuchtet das Thema umfassend.