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Bei der Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, handelt es sich um eine bildgebende Untersuchungsmethode. Damit lässt sich das menschliche Gewebe, genauer gesagt Weichteile wie zum Beispiel Gehirn, Muskeln, Bänder, Organe, beurteilen. Wie der Name bereits verrät, kommen dabei Magnetfelder zum Einsatz. Mithilfe dieser wird der Körper Schritt für Schritt gescannt. Das Ergebnis sind genaue Schnittbilder.
Das funktioniert deshalb so gut, weil unser Körper größtenteils aus Wasser besteht, das sich wiederum aus Wasserstoff und Sauerstoff zusammensetzt. Je nach Gewebe variiert dabei das konkrete Verhältnis. Je mehr Wasser es enthält, desto besser ist die jeweilige Körperpartie später auf einem MRT-Bild erkennbar.
Zur Erklärung: Im englischen Sprachraum ist die MRT-Diagnostik als MRI bekannt. Diese Abkürzung steht für „Magnetic Resonance Imaging“ und meint exakt das gleiche.
Eine MRT-Untersuchung wird vorrangig durchgeführt, um Krankheitsbilder genauer definieren zu können oder um einen medizinischen Verdacht zu bestätigen oder zu widerlegen. So können damit etwa Verschleißerscheinungen, Schäden in Kniegelenksknorpeln, Bänderrisse, Tumore oder Veränderungen im Gehirn, im Herzen, in der Brust, im Bauch, im Rückenmark oder in den Bandscheiben sichtbar gemacht werden. Zudem gilt die Magnetresonanztomographie als zuverlässige Methode, um eine Krebsdiagnose zu sichern oder diese Erkrankung auszuschließen.
Herzstück der Magnetresonanztomographie-Diagnostik ist ein spezielles Gerät mit einer großen Öffnung, durch die der Patient in eine Röhre geschoben wird. Im Inneren befinden sich elektrische Spulen, die das Magnetfeld sowie Radiowellen erzeugen.
Die einzelnen Schritte im Detail:
Manchmal bekommt der Patient zusätzlich ein intravenöses Kontrastmittel, damit Strukturen noch deutlicher in Erscheinung treten. Etwa, wenn Entzündungen analysiert werden sollen oder der Verdacht auf einen Tumor vorliegt.
Eine Magnetresonanztomographie, auch MRT-Scan genannt, wird von spezialisierten Radiologen in dafür ausgestatteten Instituten oder in radiologischen Abteilungen von Krankenhäusern durchgeführt.
Das ist der Ablauf im Detail:
Grundsätzlich gelten MRT-Untersuchungen und -Scans als risikoarm. Sie müssen also mit keiner schädlichen Strahlenbelastung rechnen. Auch Kontrastmittel führen in der Regel zu keinen Nebenwirkungen. Sollte dies doch der Fall sein, stehen lindernde Medikamente bereit.
Abstand von einer MRT-Untersuchung sollten vor allem Menschen nehmen, die Metall oder Geräte zur Unterstützung bestimmter Körperfunktionen in Verwendung haben. Beispiele sind Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Insulinpumpen, implantierte Hörhilfen, Prothesen oder Stents. Vorsicht geboten ist zudem bei großflächigen Tätowierungen und Permanent Make-up. Farbpigmente können sich bei der MRT-Diagnostik unangenehm erwärmen, zu Verbrennungen führen oder verlaufen. Besprechen Sie dies unbedingt vorab mit dem ärztlichen Personal vor Ort.
Weisen Sie den Mediziner auch auf Verhütungsspiralen aus Kupfer, Metallsplitter nach Verletzungen, Schrauben oder Schienen in Knochen sowie Wundklammern hin. Auch das können potenzielle Gefahrenquellen sein.
Zudem sollten Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft darauf verzichten, um dem ungeborenen Kind nicht zu schaden. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ist eine MRT-Untersuchung möglich, sollte aber in jedem Fall ohne Kontrastmittel erfolgen.
Für Menschen, die keine MRT-Untersuchung machen können oder wollen, kann die Computertomographie, kurz CT, eine Alternative sein. Doch Achtung: Dabei handelt es sich um ein völlig anderes Verfahren, wodurch eine CT eine MRT nicht vollständig ersetzen kann.
Eine CT ist eine spezielle Art der Röntgenuntersuchung, welche detaillierte 3D-Schnittbilder des Körperinneren erzeugt. Diese Schichtaufnahmen von Organen, Knochen und Gewebe liefert eine rotierende Röntgenröhre, die präziser als normales Röntgen arbeitet. Sie wird oft bei Verletzungen, in der Krebsdiagnostik oder bei Notfällen eingesetzt. Doch Achtung: Eine CT ist mit einer Strahlenbelastung verbunden.
Die Magnetresonanztomographie punktet also mit keiner Strahlenbelastung und keinen bekannten Nebenwirkungen und verfügt über das größte Diagnosespektrum aller radiologischen Verfahren. Besonders weiches Gewebe lässt sich damit präzise darstellen und die Methode ist auch für Schwangere ab dem zweiten Trimester möglich.
Wer zu viel Metall im Körper hat bzw. auf Implantate angewiesen ist, muss allerdings möglicherweise auf einen MRT-Scan verzichten. Ebenso dauert der Ablauf an sich in der Regel länger als bei einem CT. Darüber hinaus ist die Magnetresonanztomographie mit hohen Kosten verbunden und die geschlossene Röhre kann insbesondere bei sensiblen Personen Angstgefühle hervorrufen.
Die Kosten für eine Magnetresonanztomografie werden nur dann von der Krankenkasse gedeckt, wenn zum einen eine ärztliche Zuweisung vorliegt und die Untersuchung zum anderen in einem Vertragsinstitut durchgeführt wird.
Das ist bei Ihnen nicht der Fall? Dann kann eine private Krankenversicherung wie die GRAWE MyMED einspringen. Sie übernimmt die Kosten für spezielle Untersuchungen wie MRT (Magnetresonanztomographie), CT (Computertomographie), Labor und Ultraschall. Zudem profitieren Sie von freier Arztwahl und verkürzten Wartezeiten.
Magnetfeld, Wasserstoffatome und dann auch noch diese große Röhre. Zugegeben: Wer sich zum ersten Mal mit Magnetresonanztomographie beschäftigt, den mag zunächst ein eigenartiges Gefühl heimsuchen. Doch keine Sorge: Dieses moderne, bildgebende Verfahren ist sicher, zuverlässig und mittlerweile etabliert. Sollten Sie doch Angst verspüren, haben Sie dank eines Notfallknopfes jederzeit die Möglichkeit, einzugreifen. Bei starker Panik sind zudem angstlösende Medikamente eine Option. Man darf diese Methode durchaus beeindruckend finden, denn sie vereint Medizin und Physik auf einzigartige Weise.
Auf den MRT-Bildern sind vor allem Gewebe gut sichtbar, die große Mengen an Wasser oder Wasserstoff-Atomen enthalten. Dazu zählen etwa die Brust, Bauchorgane, das Gehirn, das Herz, die Prostata, Bandscheiben, Gelenke, Muskeln und Blutgefäße. Gewebe mit wenig Wasser, wie zum Beispiel Knochen, werden damit hingegen nicht gut abgebildet. Daher eignet sich die MRT nicht so gut für die Beurteilung von Knochenbrüchen. In diesem Fall sind Röntgengeräte besser.
Hier kommt es auf das jeweilige Material an. Für moderne Zahnprothesen aus Titan oder Keramik stellt die Magnetresonanztomographie in der Regel kein Problem dar, da diese nicht magnetisch sind. Herausnehmbare Prothesen mit Metallteilen oder Magneten sollten jedoch vor dem MRT entfernt werden, um Erwärmung oder Bildstörungen zu vermeiden. Informieren Sie den Radiologen stets vorab über Ihren Zahnersatz.
Bei einem Hörsturz ist eine kontrastverstärkte MRT des Schläfenbeins (Innenohr) bzw. des Kopfes (MRT Hörbahn/Innerer Gehörgang) das Mittel der Wahl, um Ursachen wie einen Tumor (Akustikusneurinom) oder Entzündungen auszuschließen.
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Zwar ist in vielen Fällen eine Magnetresonanztomographie inzwischen auch für Menschen mit Stents unproblematisch, dies sollte aber vorab individuell abgeklärt werden. Besprechen Sie dies daher mit dem Arzt Ihres Vertrauens.
Ja, es gibt keinen inhaltlichen Unterschied zwischen MRT und MRI. Beide Begriffe bezeichnen exakt dasselbe bildgebende Verfahren zur Darstellung des Körperinneren. MRT steht dabei für die deutsche Bezeichnung „Magnetresonanztomographie“, während MRI die englische Abkürzung für „Magnetic Resonance Imaging“ ist.
Sauerstoff zum Atmen, Wasser zum Trinken, Nahrung für Energie, Schlaf zur Regeneration. Wir Menschen brauchen einiges, um überleben zu können. Eine große Rolle spielt dabei auch Licht. Es steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, fördert die Bildung von Vitamin D, stärkt unser Immunsystem und hebt die Stimmung. Kein Wunder, dass sich die Medizin diese wundersame Wirkung bereits seit Jahren zunutze macht. Bei der Lichttherapie kommt elektromagnetische Strahlung mit bestimmter Wellenlänge und Beleuchtungsstärke zum Einsatz. Dies kann einen positiven Effekt auf psychische Erkrankungen wie Depressionen haben und bei dermatologischen Problemen wie Neurodermitis helfen. Aber wie funktioniert das genau? Welche Wirkungen und Nebenwirkungen sind mit Lichttherapie verbunden? Und kann eine solche Behandlung auch zu Hause stattfinden? Die GRAWE informiert.